Von pendaisons de crémaillère und Nachtbussen
Es ist 4 Uhr und ich bin eben von einem der besten Abende in Paris heimgekommen. Eine Freundin meiner neuen Tandempartnerin Elisabeth hat eine pendaison de crémaillère gefeiert, das Aufhängen des Kesselhackens, wie der Franzose in seiner äußerst bildhaften Sprache und wieder einmal sich im Wortfeld des Essens bedienend eine Wohnungseinweihungsparty nennt und ich war eingeladen. Endlich mal einen ganzen Abend nur Französisch sprechen! Es hört sich wirklich komisch an, jetzt bin ich schon über einen Monat hier und dennoch ist es das erste mal, dass ich dazu die Gelegenheit hatte. Bisher hat sich mein Kontakt mit Franzosen mehr auf Treffen zum Tandem beschränkt. Es ist wirklich wahnsinnig schwer, in so einen Freundeskreis reinzukommen und mit Franzosen etwas zu unternehmen, aber nun scheint es, als ob ich es geschafft hätte - immmerhin habe ich einige Nummern. Hoffentlich ergibt sich hier in der nächsten Zeit mehr... Weil es gar so nett war, hatte ich keine Lust die letzte Métro zu nehmen und stürzte mich so gegen 2 Uhr ins Wagnis Nachtbus fahren. Eigentlich ist das Netz sehr gut ausgebaut und die Busse fahren alle 20-30 Minuten, aber dennoch hat es mit Umsteigen fast 2 Stunden gedauert, bis ich vom anderen Ende der Stadt bei mir war. Hätte ich auch fast Laufen können - wenn es nicht so kalt wäre...Kalt ist es auch in meinem Zimmer, denn die Heizung geht nicht so wirklich. Naja...mein Zimmer hat eben doch den gewissen Paris Charm, dass es vordergründig sehr nett ist, in Wirklichkeit aber alles irgendwie nicht so optimal funktioniert...
So, ich muss in 4 Stunden aufstehen und arbeiten ;( Ich hoffe, mal das ganze Schlafdefizit, was sich in so einer Woche in Paris unweigerlich ansammelt, mal morgen mittag nachzuholen. Vorausgesetzt natürlich, dass mein Nachbar, von Beruf Gesangslehrer, nicht wieder gerade dann seinen "begabtesten" Schüler bei sich hat, wenn ich schlafen will. Heute früh wollte ich eine schöne grasse matinée, so richtig in den Tag hineinleben, aber um 8.30 Uhr ging das Geklimper los. Und da die Wände hier so richtig aus drei Meter dicken Stahlbeton gebaut sind, hört man auch keinen Ton und kann schön weiterschlafen ;)
a+
So, ich muss in 4 Stunden aufstehen und arbeiten ;( Ich hoffe, mal das ganze Schlafdefizit, was sich in so einer Woche in Paris unweigerlich ansammelt, mal morgen mittag nachzuholen. Vorausgesetzt natürlich, dass mein Nachbar, von Beruf Gesangslehrer, nicht wieder gerade dann seinen "begabtesten" Schüler bei sich hat, wenn ich schlafen will. Heute früh wollte ich eine schöne grasse matinée, so richtig in den Tag hineinleben, aber um 8.30 Uhr ging das Geklimper los. Und da die Wände hier so richtig aus drei Meter dicken Stahlbeton gebaut sind, hört man auch keinen Ton und kann schön weiterschlafen ;)
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Patrick Lunz - 22. Okt, 03:52
